Seit dem 01.10.2026 regelt die MiSpeL-Festlegung der Bundesnetzagentur, wie Strom aus bidirektionalen Ladepunkten zählt; nutzen lässt sich das bis zum 30.09.2027 nur mit Zustimmung von Netz- und Messstellenbetreiber, und lohnen kann es sich heute vor allem als V2H mit eigener Solaranlage oder mit einem V2G-Tarif.
- Zurückspeisen mit Garantieschutz nur mit Freigabe des Autoherstellers
- 2026 laufen fast alle Angebote über DC-Wallboxen
- MiSpeL: Abgrenzungsoption mit eigenem Zähler, Pauschaloption erst nach EU-Genehmigung
- V2H und V2G brauchen eine bidirektionale Wallbox, V2L nicht
- Mit Solaranlage eher V2H; die V2G-Tarife schließen Überschusseinspeisung meist aus
Eine bidirektionale Wallbox lädt das Elektroauto und holt den Strom bei Bedarf wieder aus dem Akku, für das eigene Haus oder für das Stromnetz. Bidirektionales Laden lässt sich 2026 in Deutschland nutzen, allerdings erst mit wenigen Autos und Geräten. Seit dem 01.10.2026 gilt dazu die Festlegung der Bundesnetzagentur zur „Marktintegration von Speichern und Ladepunkten“, kurz MiSpeL. Was heute im Alltag funktioniert und was erst angekündigt ist, unterscheidet sich je nach Fahrzeug und Tarif.
Stand: 19.10.2026. Die MiSpeL-Festlegung gilt seit dem 01.10.2026. Bis zum 30.09.2027 können Haushalte die neuen Wege nur nutzen, wenn Netzbetreiber und Messstellenbetreiber einverstanden sind. Die vereinfachte Pauschaloption startet erst nach der beihilferechtlichen Genehmigung der EU-Kommission; eine erteilte Genehmigung haben wir bis heute nicht gefunden. Eine Wallbox, die heute Strom zurückspeist, führen wir derzeit nicht im Sortiment.
Was eine bidirektionale Wallbox kann und was sie von einer normalen Wallbox unterscheidet
Eine normale Wallbox gibt Wechselstrom frei, das Ladegerät im Auto wandelt ihn in Gleichstrom für den Akku. Eine bidirektionale Wallbox muss den Energiefluss zusätzlich umkehren können. Beim Gleichstrom-Weg (DC) sitzt dafür ein Wechselrichter im Gerät, beim Wechselstrom-Weg (AC) übernimmt das Ladegerät im Auto diese Arbeit. In beiden Fällen trennt ein Netz- und Anlagenschutz die Anlage bei Störungen automatisch vom Netz.
Der Fahrzeugakku fasst dabei ein Vielfaches eines Hausspeichers. Ältere VW-ID.-Modelle brauchen für das Zurückspeisen ins Haus einen Akku ab 77 kWh, neu installierte Heimspeicher hatten 2025 laut BSW-Solar im Schnitt 7,9 kWh.
Was V2L, V2H und V2G unterscheidet
| Variante | Wohin der Strom fließt | Was Sie dafür brauchen | Stand Oktober 2026 |
|---|---|---|---|
| V2L (Vehicle to Load) | in einzelne Geräte am Fahrzeug | Adapter oder Steckdose am Auto | je nach Modell ab Werk |
| V2H (Vehicle to Home) | ins eigene Hausnetz | bidirektionale Wallbox, Freigabe des Autoherstellers, Energiemanagement | verfügbar, an wenige Fahrzeuge gebunden |
| V2G (Vehicle to Grid) | ins öffentliche Netz | bidirektionale Wallbox, Freigabe, Tarif eines Energieanbieters | erste Angebote, kein Massenmarkt |
Für V2L brauchen Sie keine bidirektionale Wallbox, für V2H und V2G schon: Mit einer V2H- oder V2G-Wallbox und der Freigabe des Autoherstellers dient das E-Auto als Stromspeicher für Haus oder Netz.
AC oder DC: Welche Technik 2026 zählt
In Deutschland ist 2026 der Gleichstrom-Weg der praktikable. Bei einer DC-Wallbox liegen alle Funktionen, die für die Zertifizierung zählen, im Gerät; der Nachweis wird einmal für die Wallbox erbracht. Beim AC-Weg teilen sich Wallbox und Auto die Aufgaben: Das Auto braucht eigene Nachweise, und die Wallbox muss vor jeder Rückspeisung prüfen, ob das Fahrzeug die Anforderungen erfüllt. Weil die Norm IEC 61851-1 Ed. 4 erst Anfang 2027 erwartet wird, ist der AC-Weg zwar erlaubt, aber normativ noch nicht abschließend geregelt.
Lässt sich bidirektionales Laden nachrüsten?
Beim Auto entscheidet der Hersteller. Manche schalten die Funktion per Software-Update frei, so Volkswagen bei ID.-Modellen mit Software 3.5 und 6; nachkaufen lässt sie sich nicht. An der Wand ist eine DC-Wallbox mit Rückspeisung ein eigenes Gerät, bei einzelnen AC-Wallboxen wie der Zaptec Go 2 ist eine Freischaltung per Update angekündigt.
Braucht es eine DC-Wallbox?
Meistens ja, jedenfalls für die heutigen Angebote in Deutschland. Alle belegten Fahrzeugfreigaben laufen über DC, ebenso alle Heimgeräte, die der ADAC als erhältlich oder angekündigt nennt. Unsere DC-Wallboxen sind Schnelllader und speisen nicht zurück.
Welche Autos können bidirektional laden?
Ein Auto eignet sich nur, wenn sein Hersteller Modell, Wallbox und Weg für Deutschland freigibt. Belegt sind nach unserer Recherche (Stand Oktober 2026):
| Fahrzeug | V2H (ins Haus) | V2G (ins Netz) |
|---|---|---|
| BMW iX3 Neue Klasse | angekündigt für Ende 2026, mit Solarwatt | seit März 2026 im Paket mit E.ON und BMW Wallbox Professional |
| VW-Konzern auf MEB-Basis (VW ID., Cupra, Škoda, Audi) | über eine von VW freigegebene DC-Wallbox; alle ID.-Modelle mit Software 6, ältere ab Software 3.5 nur mit Akku ab 77 kWh | mit Elli angekündigt, Bestellstart Ende 2026 |
| Ford Capri und Explorer | seit Januar 2025 mit E3/DC-Hauskraftwerk | Octopus bietet den Tarif mit Ambibox-Wallbox an (Stand Oktober 2026) |
| Mercedes-Benz GLC (elektrisch) und neue C-Klasse | nicht belegt | Paket mit DC-Wallbox ChargeLine BiDi, in Deutschland im Oktober 2026 gestartet |
Renault bietet AC-V2G in Frankreich an, ein Start in Deutschland ist nicht belegt. Für Kia, Hyundai, Polestar, Volvo, Nissan und Tesla haben wir keine Freigabe in Deutschland gefunden. Die aktuelle Liste nennt der Fahrzeughersteller, bei VW etwa die Seite zum bidirektionalen Laden.
Was die MiSpeL-Festlegung vom 01.10.2026 für bidirektionales Laden regelt
Bisher galt für Speicher die Ausschließlichkeitsoption: Wer die feste Einspeisevergütung behalten wollte, durfte nur Solarstrom vom eigenen Dach zwischenspeichern. Diese Option bleibt. Die Festlegung MiSpeL (Az. 618-25-02, siehe Pressemitteilung der Bundesnetzagentur) bringt zwei neue Wege, mit denen Speicher und bidirektionale Ladepunkte Netzstrom und Solarstrom mischen und zurückspeisen dürfen, ohne die EEG-Förderung zu verlieren. Betrachtet wird der Ladepunkt, nicht das Auto; eine normale Wallbox fällt nicht darunter.
- Abgrenzungsoption: für Anlagen jeder Größe. Der Ladepunkt bekommt einen eigenen Zähler, alle 15 Minuten wird zugeordnet. In der Regel sind das zwei Zähler, ohne Solaranlage reicht einer.
- Pauschaloption: für Solaranlagen bis 30 kWp mit Speicher oder bidirektionaler Wallbox im Heimbereich. Ein viertelstundengenauer Zähler am Hausanschluss reicht, der Zählerschrank muss nicht umgebaut werden. Strom erzeugen dürfen hinter dem Anschluss nur Solaranlage, Speicher und Ladepunkte, alle vom selben Betreiber.
Für zwischengespeicherten Netzstrom, den Sie zurückspeisen, fallen in dieser Höhe keine Umlagen an. Für den Fahrstrom und den übrigen Haushaltsverbrauch zahlen Sie Umlagen und Netzentgelte weiter voll. Für Strom, der bei negativen Preisen eingespeist wird, entfallen die Vorteile.
Was Sie heute konkret tun können
In die Ausschließlichkeitsoption lassen sich bidirektionale Ladepunkte nicht einbinden. Möglich bleibt ein Betrieb nur fürs eigene Haus: Ein Energieflussrichtungssensor verhindert, dass das Auto zurückspeist, während die Solaranlage ins Netz einspeist. Gefördert wird dann nur der Solarstrom, der direkt ins Netz geht, Vorteile bei den Umlagen gibt es nicht. Ob das mit der festen Einspeisevergütung zusammenpasst, sagt die Festlegung nicht ausdrücklich; klären Sie das mit Ihrem Netzbetreiber. Für die beiden neuen Wege gilt:
- Direktvermarktung: Ihre Anlage muss in der Direktvermarktung sein. Wer heute die feste Einspeisevergütung bekommt, muss dafür wechseln.
- Messung: Einspeisung und Bezug werden viertelstundengenau mit mess- und eichrechtskonformen Zählern erfasst, in der Regel mit Zweirichtungszählern.
- Zustimmung: Bis zum 30.09.2027 gelten beide Wege nur im Einverständnis mit Netz- und Messstellenbetreiber.
Praktisch heißt das: Die Abgrenzungsoption können Sie mit Ihrem Netz- und Messstellenbetreiber jetzt besprechen. Die Pauschaloption gilt erst ab dem Monatsersten nach der Genehmigung der EU-Kommission.
Was sich bei den Netzentgelten geändert hat
Seit Ende 2025 stellt das Energiewirtschaftsgesetz bidirektionale Ladepunkte bei den Netzentgelten anteilig Speichern gleich, also soweit Strom zurückgespeist wird. Wie viel Strom entlastet wird, regelt die Bundesnetzagentur seit dem 01.10.2026 mit der Festlegung MiSpeL. Die Netzentgelte ab 2029 klärt ein eigenes Verfahren (AgNes). Im Hintergrundpapier schreibt die Behörde: „V2H und V2G sind damit möglich und rentabel.“ Eine Rechnung für einzelne Haushalte steht nicht dahinter, es ist eine Einschätzung der Behörde.
Welche bidirektionalen Wallboxen gibt es, und woran erkennen Sie eine geeignete?
Einen unabhängigen Vergleichstest bidirektionaler Wallboxen haben wir nicht gefunden. Zum Einordnen der Stand im Oktober 2026 laut Herstellern und ADAC (keines dieser Geräte führen wir):
- BMW Wallbox Professional: DC, 11 kW, nur für BMW der Neuen Klasse, im Paket mit E.ON bestellbar.
- Ambibox ambiCHARGE Home: DC, beim Hersteller nur unverbindlich reservierbar, über Octopus im Paket mit Installation abschließbar.
- E3/DC edsn: DC, für die VW-ID.-Familie freigegeben, mit E3/DC-Hauskraftwerk.
- The Mobility House ChargeLine BiDi: DC, seit Oktober 2026 im V2G-Paket von Mercedes.
- Elli BiDi Charger: DC, Bestellstart im Paket mit VW Ende 2026 geplant.
- Hager witty flex: laut Hager voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2027.
Für eine geeignete Wallbox sollte Folgendes zutreffen:
- Der Hersteller sagt die Rückspeisung zu, nicht nur die Kommunikation.
- Ihr Autohersteller hat genau dieses Gerät für Ihr Modell freigegeben.
- Sie kommuniziert nach ISO 15118-20 und misst in beide Richtungen.
- Sie hat Einheiten- und NA-Schutz-Zertifikat nach VDE-AR-N 4105:2026-03, eingetragen in der ZEREZ-Datenbank.
- Für V2H hat sie eine Schnittstelle zum Energiemanagement im Haus.
Im Sortiment von WallboxCenter gibt es heute keine Wallbox, die Strom zurückspeist. Einzelne Geräte sind vorbereitet: Bei der Zaptec Go 2 ist die Hardware für ISO 15118-20 vorbereitet, und Zaptec kündigt bidirektionales Laden an. Heute lädt sie nur in eine Richtung; später verlangt Zaptec zusätzlich ein passendes Fahrzeug und eine eigene Netzschutzeinrichtung im Verteiler (siehe Zaptec Wallboxen).
Was kostet eine bidirektionale Wallbox, und wann rechnet sie sich?
Laut ADAC kosten bidirektionale DC-Wallboxen ab rund 2.100 Euro (die BMW-Box für die Neue Klasse), die Ambibox ab 2.995 Euro netto; viele Geräte haben noch keinen Listenpreis. Dazu kommen 500 bis 3.000 Euro für die Installation und bei Bedarf 500 bis 2.000 Euro für den Umbau des Zählerschranks. Eine normale 11-kW-Wallbox gibt es inklusive Installation oft für 400 bis 1.200 Euro. Mehr zu den allgemeinen Kosten unter Was kostet eine Wallbox?.
V2H mit Solaranlage: Sie laden Solarstrom tagsüber in den Fahrzeugakku und verbrauchen ihn abends im Haus, statt ihn einzuspeisen.
Beispielrechnung mit Annahmen, keine Zusage: Angenommen, Sie holen im Jahr 1.500 kWh Solarstrom aus dem Fahrzeugakku zurück ins Haus. Jede dieser Kilowattstunden kaufen Sie dann nicht für durchschnittlich 37,0 ct (BDEW, Neukundentarife 2026) und speisen sie nicht für 7,70 ct ein (EEG-Vergütung bei Teileinspeisung für Anlagen bis 10 kW, Inbetriebnahme 01.08. bis 31.12.2026). Der Unterschied von 29,3 ct je kWh ergibt rund 440 Euro im Jahr. Die 1.500 kWh sind frei gewählt. Nicht eingerechnet sind Verluste beim Laden und Entladen; außerdem enthält der Durchschnittspreis den Grundpreis anteilig, gespart wird nur der Arbeitspreis.
Vergleichen Sie das mit einer Wallbox zum PV-Überschussladen: Sie lädt das Auto ebenfalls mit Solarstrom, ohne Aufpreis für die Rückspeisung, gibt aber nichts ans Haus zurück.
V2G mit Tarif: Bezahlt wird je Stunde, in der das Auto angesteckt und für V2G freigegeben ist. BMW mit E.ON zahlt bis 720 Euro im Jahr (bei 250 Stunden im Monat) und zusätzlich 40 ct je ins Netz entladener kWh. Elli kündigt für VW bis 720 Euro im ersten Vertragsjahr an, Octopus zahlt bis 360 Euro im Jahr, Mercedes nennt mehr als 500 Euro im Jahr bei zwölf Stunden täglich. Mit Solaranlage funktioniert BMW mit E.ON derzeit nur bei Volleinspeisung, Elli gar nicht (Balkonkraftwerke ausgenommen) und Octopus nicht mit Überschusseinspeisung am selben Zähler.
Mit Solaranlage ist deshalb eher V2H interessant, die heutigen V2G-Tarife passen eher zu Haushalten ohne Überschusseinspeisung. Mercedes nennt bei regelmäßiger Nutzung bis zu vier Jahre, bis sich seine Wallbox bezahlt macht.
Im Mehrparteienhaus fördert der Bund einen Ladepunkt, der technisch bidirektional laden kann, mit bis zu 2.000 Euro je Stellplatz; Anträge sind bis zum 10.11.2026 möglich, solange Mittel da sind. Mehr dazu unter Wallbox Förderung 2026 und Wallboxen für WEG und Mehrfamilienhaus.
Netzbetreiber, Anmeldung und Installation Schritt für Schritt
- Auto und Gerät prüfen: Hat der Hersteller Ihr Modell mit Ihrer Software, Ihrem Akku und genau dieser Wallbox freigegeben? Bei V2G kommt die Wallbox meist im Paket mit dem Tarif.
- Messung und Vermarktung klären: Für MiSpeL brauchen Sie Direktvermarktung und viertelstundengenaue Zähler. Netz- und Messstellenbetreiber müssen bis 30.09.2027 zustimmen.
- Anmelden: Nach der VDE-AR-N 4105:2026-03 (erschienen am 27.02.2026) gilt eine rückspeisefähige Ladeeinrichtung als Speicher, solange ein rückspeisefähiges Fahrzeug angeschlossen ist. Mit der Anmeldung, meist über Ihren Elektrofachbetrieb, legen Sie dem Netzbetreiber Einheiten- und NA-Schutz-Zertifikat aus der ZEREZ-Datenbank vor. Jede Wallbox melden Sie vor der Inbetriebnahme, über 12 kVA braucht sie die Zustimmung des Netzbetreibers, der sich binnen zwei Monaten äußert. Den Ablauf beschreibt Wallbox beim Netzbetreiber anmelden.
- Steuerbarkeit beachten: Private Ladepunkte und Stromspeicher über 4,2 kW, die seit 2024 in Betrieb gehen, sind nach § 14a EnWG steuerbar, siehe steuerbare Wallbox nach § 14a EnWG.
Brauchen Sie jetzt eine Wallbox und hat Ihr Auto noch keine Freigabe, ist eine 11-kW-Wallbox für den Alltag der pragmatische Weg. Die bidirektionale Wallbox kommt später als eigenes Gerät dazu, sobald Ihr Auto freigegeben ist und ein passendes Angebot vorliegt.
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Häufige Fragen
Welche Wallbox kann bidirektional laden?
Heute vor allem DC-Wallboxen mit Freigabe des Fahrzeugherstellers, etwa die BMW Wallbox Professional für die Neue Klasse oder die Geräte auf der VW-Liste für ID.-Modelle. Eine Wallbox, die nur „vorbereitet“ ist, speist heute nicht zurück. Im Sortiment von WallboxCenter gibt es derzeit kein Gerät, das zurückspeist (Stand: 19.10.2026).
Welche Autos können bidirektional laden?
Belegt sind in Deutschland V2G beim BMW iX3 der Neuen Klasse sowie V2H bei VW-Konzernmodellen auf MEB-Basis mit passender Software und freigegebener DC-Wallbox und bei Ford Capri und Explorer. Mercedes bietet V2G seit Oktober 2026 für den elektrischen GLC und die neue C-Klasse an, Octopus für Ford; VW mit Elli ist angekündigt. Für Kia, Hyundai und Tesla haben wir keine deutsche Freigabe gefunden.
Was ändert die MiSpeL-Festlegung der Bundesnetzagentur für Besitzer eines Elektroautos?
Seit dem 01.10.2026 dürfen bidirektionale Ladepunkte Netz- und Solarstrom mischen und zurückspeisen, ohne die EEG-Förderung zu verlieren; für zurückgespeisten Netzstrom entfallen in dieser Höhe die Umlagen. Voraussetzung sind Direktvermarktung und viertelstundengenaue Messung, bis zum 30.09.2027 müssen Netz- und Messstellenbetreiber zustimmen. Die Pauschaloption wartet noch auf die EU-Genehmigung.
Ist bidirektionales Laden in Deutschland erlaubt, und was muss ich beim Netzbetreiber melden?
Ja. Rückspeisefähige Ladeeinrichtungen gelten nach der VDE-AR-N 4105:2026-03 als Speicher, solange ein rückspeisefähiges Auto angeschlossen ist. Mit der Anmeldung, meist über Ihren Elektrofachbetrieb, legen Sie Einheiten- und NA-Schutz-Zertifikat vor. Jede Wallbox melden Sie vor der Inbetriebnahme, über 12 kVA braucht es die Zustimmung des Netzbetreibers.
Kann ich eine vorhandene Wallbox nachrüsten?
Meist nicht. DC-Wallboxen mit Rückspeisung sind eigene Geräte. Einzelne AC-Wallboxen sind laut Hersteller vorbereitet, die Freischaltung per Update ist aber nur angekündigt; bei Zaptec braucht es zusätzlich ein freigegebenes Auto und eine eigene Netzschutzeinrichtung im Verteiler. Beim Auto entscheidet der Hersteller, nachkaufen lässt sich die Funktion nicht.
Lohnt sich eine bidirektionale Wallbox heute?
Das hängt am Weg. V2H nutzt vor allem Haushalten mit Solaranlage, die Solarstrom abends aus dem Auto ins Haus holen. Die V2G-Tarife zahlen je nach Anbieter bis 360 oder 720 Euro im Jahr, bei Mercedes mehr als 500 Euro bei zwölf Stunden täglich; Überschusseinspeisung schließen sie meist aus. Dem stehen ein Gerät ab rund 2.100 Euro und die Installation gegenüber. Vergleichen Sie das mit einer normalen Wallbox zum PV-Überschussladen.